BIO-DYNAMISCHER ANBAU
„Für sehr lange Zeit war es mir völlig egal, ob ein Wein biologisch war oder konventionell ausgebaut wurde, Hauptsache er schmeckt gut – dachte ich. Irgendwann bin ich aufmerksam geworden, habe bemerkt, dass diese Weine
anders waren, ein weiteres Geschmacksprofil aufweisen, abseits gehen von der Autobahn der Aromauniformität, von strenger Reinzuchthefe & Co. Doch was heißt das wirklich?
Der biologisch-dynamische Weinbau ist eine ideologische, fast spirituelle Form des Weinbaus. Dabei spielen die Theorien von Rudolf Steiner, die Bodengesundheit, das Pflanzenwachstum, der Planet, die Luft und der Kosmos, schlussendlich das finale
Gleichgewicht, eine bedeutende Rolle. Durch Anpassung an den natürlichen Rhythmus sollen gesundere Früchte heranreifen, die einen besseren Wein ergeben. Wichtige Elemente sind Kuhmist, Kuhhorndung und Quarzstaub für das Wachstum,
Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eiche, Löwenzahn und Baldrian als Alternativen zu synthetischen Pestiziden.
Aber es ist auch eine Lebenseinstellung, bei der man lernt,
auf die äußeren Einflüsse und die Zeichen der Natur zu achten und dementsprechend zu reagieren. Man erlaubt Wein „werden“ zu lassen, anstelle Wein zu machen. Eine Nische, die es ermöglicht, individuelle, tiefgründige Weine zu produzieren und die Weinberge in gesundem, natürlichem Zustand der nächsten Generation zu übergeben.”










